15. Juli 2026

Vorsicht Falle: Betrügerische Phishing-E-Mails zu angeblichen Betriebsprüfungen

Das Finanzministerium
Schleswig-Holstein (FinMin) warnt vor Phishing-E-Mails, die aktuell dem ersten
Anschein nach von der vermeintlichen Absenderadresse der Poststelle des
Finanzministeriums an Steuerpflichtige versendet werden.

Tatsächlich
handelt es sich hierbei um einen Betrugsversuch
.

Die Nachrichten kündigen eine
angebliche „Außenprüfung gemäß
§ 193
Abgabenordnung
“ an. Faktisch
versendet das Finanzministerium solche sog. Prüfungsanordnungen nicht, hierfür
sind ausschließlich die Finanzämter zuständig. Zudem würden echte
Prüfungsanordnungen der Finanzämter in Form und Inhalt deutlich gegenüber den
oben genannten E-Mails abweichen, beispielsweise den Namen des Außenprüfers
oder der Außenprüferin enthalten.

Im Text der E-Mails wird auf einen
PDF-Anhang verwiesen, bei dem es sich allerdings um eine HTML-Datei handelt,
die nach dem Öffnen zur Eingabe eines Passworts auffordert.
Betroffene sollten diese Datei weder öffnen noch persönliche
Daten eingeben oder etwaigen Zahlungsaufforderungen
nachkommen.
Grundsätzlich fordert das Finanzministerium
niemals über ein solches Format zu einer Eingabe eines Passwortes oder einer
Zahlung auf.

Den Betroffenen wird daher dringend
empfohlen, die E-Mails umgehend zu löschen.
Bei Fragen können sich Betroffene an das Funktionspostfach
pressestelle@fimi.landsh.de wenden.

Hinweis: Vor einer
vergleichbaren Betrugsmasche warnt auch das Thüringer
Finanzministerium
. Dort sind E-Mails mit dem Titel
„Prüfungsanordnung gemäß
§ 193 AO —
2026-07-13“ im Umlauf. Mit der E-Mail wird im Namen des jeweils
zuständigen Finanzamtes mit Bezug auf
§ 193 AO
behauptet, man wolle eine Außenprüfung des angeschriebenen Unternehmens
durchführen. Es wird auch ein genaues Datum genannt und zu weiteren
Einzelheiten auf eine angehängte Datei verwiesen. Die Absender-E-Mail-Adresse
ist dabei die E-Mail-Adresse der Poststelle des Thüringer Finanzministeriums
poststelle@tfm.thueringen.de.

Quellen: FinMin Schleswig-Holstein,

Pressemitteilung v.
14.7.2026
sowie Thüringer Finanzministerium,
Pressemitteilung v.
13.7.2026
; NWB

Nachricht u.a.
aktualisiert am 15.7.2026:
Ähnliche Mails sind auch in
Mecklenburg-Vorpommern (Ministerium für
Finanzen und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern,
Pressemitteilung v.
27.7.2026
), Niedersachsen
(Niedersächsisches Finanzministerium,
Pressemitteilung v.
15.7.2026
),
Baden-Württemberg (FinMin Baden-Württemberg,

Pressemitteilung v.
15.7.2026
, Sachsen
(Sächsisches Staatsministerium der Finanzen,
Pressemitteilung v.
14.7.2026
), Nordrhein-Westfalen
FinMin NRW
online
) sowie Bayern
(Bayerisches Landesamt für Steuern,
Pressemitteilung v.
15.7.2026
) im Umlauf. Es ist davon auszugehen, dass auch
weitere Bundesländer betroffen sind.